Eheversprechen
Die 10 wichtigsten Fragen zur Freien Trauung
Foto: Katarina Fedora

Die 10 wichtigsten Fragen zur Freien Trauung

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Es gibt viele Gerüchte und falsche Annahmen über Freie Trauungen.

Hier findet Ihr die Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen:

  1. Was ist eine Freie Trauung?Eine Freie Trauung ist eine Zeremonie, mit der Ihr Eure Liebe feiern könnt und Euch Euer Ja-Wort vor all den Menschen geben könnt, die Euch lieb und wichtig sind. Sie ist eine weltliche, persönliche und moderne Alternative zur kirchlichen Trauung und eine sehr romantische und emotionale Ergänzung zum Standesamt.Eine Freie Trauung gibt Euch die Möglichkeit, Eure Trauzeugen, Familienangehörige und Freunde einzubinden und Euren „großen Tag“ feierlich zu beginnen.
  2. Findet eine Freie Trauung immer im Freien statt?Eine Freie Trauung kann überall dort stattfinden, wo Ihr es Euch vorstellen könnt.Das kann natürlich im Freien sein, z.B. auf einer Wiese, in einem Park, in einem Innenhof oder auf einer Terrasse. Sie kann aber auch in einer Kirche/Kapelle, in einem Schloss, einem schönen Saal oder einem Gewölbekeller stattfinden.Ob am See, auf einem Berg, im Zirkuszelt, im Fußballstadion oder auf dem Baumwipfelpfad – Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  3. Ersetzt eine Freie Trauung den Gang zum Standesamt?Nein. Eine Freie Trauung besitzt keinerlei Rechtsgültigkeit. Den Gang zum Standesamt muss daher jedes Brautpaar absolvieren, wenn es möchte, dass die Eheschließung rechtskräftig wird.
  4. Gibt es Vorschriften oder Regeln für eine Freie Trauung?Nein. Bei einer Freien Trauung müssen keine Regeln oder Vorschriften beachtet werden.Ihr seid also völlig frei in der Gestaltung Eurer Zeremonie. Natürlich könnt Ihr bei der Planung und Gestaltung Eurer Zeremonie auf die Erfahrung Eurer/s Redner/in verlassen und von Tipps und Anregungen profitieren, die er/sie Euch gibt. Aber Ihr könnt auch Euer „ganz eigenes Ding“ daraus machen.
  5. Welche Rituale gibt es bei Freien Trauungen?Es gibt viele schöne Standard-Rituale, wie z.B. das Sandritual, das Steinritual, die Ringwünsche oder das Handfasting. Aber am schönsten ist es, wenn Ihr mit Eurer Rednerin/Eurem Eure eigenen Rituale erarbeitet, die Euch zu 100% widerspiegeln und Eure Verbindung bzw. Eure Liebe oder Euer Versprechen symbolisch zum Ausdruck bringen.
  6. Wie bereitet man eine Freie Trauung vor?In der Regel treffen sich Brautpaare zweimal zum persönlichen Gespräch mit ihrem Redner/ihrer Rednerin. Das erste Kennenlerngespräch ist meistens völlig unverbindlich und kostenlos und dient dazu, sich eben kennen zu lernen und zu schauen, ob die Chemie stimmt. In diesem ersten Gespräch stellt der/die Redner/in seine/ihre Arbeit vor. Es dauert in der Regel 1-1,5 Stunden.Im zweiten Detailgespräch spricht man dann über Eure Geschichte und die vielen kleinen Details, die Ihr für Eure Zeremonie festlegen dürft. Ihr plant gemeinsam mit dem Redner/der Rednerin den Ablauf Eurer Trauung. Dieses Gespräch dauert in der Regel 2-3 Stunden.Darüber hinaus stehen die Redner/innen oft mit den Trauzeugen, engen Freunden oder den Familien in Kontakt und besorgen sich auch darüber noch ein paar wichtige Informationen. Und natürlich ist man jederzeit per E-Mail und/oder Telefon im Austausch.
  7. Wie lange dauert eine Freie Trauung?Eine Freie Trauung dauert im Durchschnitt ca. 45 Minuten – je nachdem wie viele Lieder, Rituale, Beiträge von Trauzeugen, Eltern, Freunden etc. Ihr einbinden möchtet. Natürlich richtet man sich da auch immer nach den Wünschen des Brautpaares (manche mögen es etwas länger und ausführlicher und manche eben lieber „kurz & knackig“).
  8. Was kostet eine Freie Trauung?Etwas grundsätzliches vorab: Hinter jeder Freien Trauung steckt viel mehr Arbeit als die Dreiviertelstunde Zeremonie, die das Brautpaar und die Gäste am Ende erleben.Und von dem hart erarbeiteten Honorar geht noch einiges ab (wie Mehrwert- und Einkommenssteuer, Krankenkassenbeiträge, Betriebskosten, Altersvorsorge, etc.)“Rent a Pastor“ hat einmal transparent gemacht, was alles hinter so einem Honorar steckt, wie es sich zusammen setzt und durch welchen Arbeitsaufwand es zustande kommt. Dazu gab es eine Umfrage unter allen Trauredner/innen in Deutschland.Hier das Fazit: Ein realistisches Honorar für einen Trauredner bzw. eine Traurednerin liegt zwischen 900 € und 1500 €.Wenn Euch die Umfrageergebnisse zu diesem Thema interessieren, könnt Ihr sie hier einsehen:
    https://rent-a-pastor.com/kosten/was-kostet-ein-hochzeitsredner-freier-theologe/
  9. Gibt es eine Ausbildung zum Freien Trauredner?Nein. Es gibt derzeit noch keine staatlich anerkannte Ausbildung zum/zur Trauredner/in.Die meisten Trauredner/innen kommen aus kommunikationsstarken Berufen und Ausbildungen, in denen sie häufig vor Publikum sprechen müssen oder sie standen schon hobbymäßig öfters auf der Bühne und haben dort ihr Können gezeigt.
  10. Warum macht es dann nicht jeder?Weil zum „Trauredner-Sein“ mehr gehört als das Sprechen vor Publikum. Zum Einen muss man sehr organisiert sein, um die vielen Anfragen, Vorgespräche und Trauungen zu koordinieren (oft schon jahre- oder monatelang im Voraus!).Zum Anderen muss man eine Begabung für’s Schreiben haben. Natürlich könnte man auch oberflächliche Textbausteine aneinander reihen und einfach nur die Namen der Brautpaare austauschen – aber hierin unterscheidet sich ein guter Redner von einem Schlechten.Außerdem braucht man viel Empathie und Einfühlungsvermögen, damit sich die Brautpaare bei den Vorgesprächen so öffnen können und wollen, dass man als Redner auch „hinter die Fassade“ blicken kann und das Wesentliche der Beziehung herausfindet. Oder würdet Ihr einfach jedem Wildfremden Euer Herz öffnen, wenn er Euch nicht sympathisch wäre und Euch nicht das Gefühl gibt, sich wirklich für Euch zu interessieren?Zu guter Letzt muss ein Trauredner zuverlässig, routiniert und sicher sein, denn er hat nur diese einzige Gelegenheit, um Euch eine wertvolle Lebenserinnerung zu schaffen. Ein Redner, der zu spät kommt, unsicher ist und bei kleineren „Katastrophen“ nicht gelassen improvisieren kann, hinterlässt leider keine schöne Erinnerung an Euren großen Tag.Das alles kann man nur leisten, wenn man eine gewisse Erfahrung, einen kompetenten Background und die notwendige Ernsthaftigkeit hat, mit der man einer Trauung begegnen sollte.Leider ist das bei den Tanten, Cousinen und Freunden, die man sich als Brautpaar vielleicht als günstigen „Redner-Ersatz“ so vorstellt, häufig nicht der Fall.

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Über mich

Susi Gamber, freie Traurednerin

Hallo! Schön, dass du da bist.
Ich bin Susanne Gamber und mit Herz und Seele freie Traurednerin. Mehr über mich als freie Traurednerin erfährst du unter freie-traurednerin.de

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