Heiraten trotz Corona
Hochzeit absagen wegen Corona?

Hochzeit absagen wegen Corona?

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Das Corona-Virus hat Deutschland erreicht: Schulen und Kitas werden geschlossen, Konzerte und Fußballspiele werden abgesagt, Hamsterkäufe sind leider zur Realität geworden.

Natürlich stellen sich nun auch Brautpaare die Frage: „Kann unsere Hochzeit stattfinden?“

Ich finde es absolut verständlich, dass diese Frage bei vielen Hochzeitspaaren im Raum steht und dass Ihr Angst habt, Euren „großen Tag“ aufgrund der anstehenden Pandemie (die uns laut WHO bevorsteht) absagen oder verschieben zu müssen.

Für uns Dienstleister ist die Situation auch sehr schwierig, denn unser gesamtes Einkommen hängt von diesen „Veranstaltungen“ ab. Ich möchte jetzt nichts dramatisieren, denn jeder hat ja noch irgendwelche Ersparnisse (hoffentlich) oder ein zweites Standbein, auf dem er aufbauen kann…nichts desto trotz könnte die ein oder andere Existenz vom Corona-Virus bedroht sein – rein finanziell gesehen, denn umbringen wird es uns mit Sicherheit nicht, da bin ich mir sicher!

Mir ist es wichtig, dass Ihr, liebe Brautpaare, erst einmal Ruhe bewahrt und euch die ganze Situation objektiv und faktenorientiert anschaut, bevor Ihr aus Panik und Angst heraus, Eure Hochzeitsfeier absagt.

Deshalb habe ich Euch einmal die 5 wichtigsten Fakten und Tipps zum Thema „Hochzeiten und Corona“ zusammengestellt.

5 wichtige Fakten zum Thema: „Hochzeiten und Corona“

 

  1. Meldepflicht beim Gesundheitsamt – muss ich meine Hochzeit anmelden?
    Die Stadt Dresden hat am Donnerstagnachmittag (12.03.2020) mitgeteilt, dass Veranstaltungen mit 100 bis 1000 Gästen eine Anzeigepflicht haben. „Demnach müssen die Veranstalter ihre Events dem Gesundheitsamt über ein Online-Formular mit einer Beschreibung bekanntgeben und mitteilen, welche Hygiene-Maßnahmen geleistet werden. Schon bei Veranstaltungen ab 100 Besuchern ist beispielsweise eine Gesundheitskontrolle am Einlass durchzuführen. Dies betrifft kommerzielle Events genauso, wie auch private Feiern.“ (Quelle: https://www.tag24.de).Natürlich können nun auch weitere Städte auf die Idee kommen, solche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Aber eigentlich ist das doch eine gute Nachricht, denn das bedeutet, dass Hochzeiten unter 100 Personen erst einmal kein Problem darstellen und Hochzeiten über 100 Personen nicht kategorisch verboten wären, sondern lediglich angemeldet werden müssten.
  2. Risikogebiete – Deutschland zählt noch nicht dazu
    Das Robert Koch Institut veröffentlicht unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html regelmäßig die vom Corona-Virus am stärksten betroffenen Gebiete in Europa. Bisher zählt Deutschland noch nicht zu den Risikogebieten (Stand vom 13.03.20) und ist somit auch noch nicht unter Quarantäne gestellt. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. (Quelle: https://www.rki.de)Auch das sind gute Neuigkeiten, denn die Mehrzahl der deutschen Hochzeitspaare heiratet auch in Deutschland und ist somit im Moment nicht betroffen.
  3. Panikmache oder Bagatellisierung – wie ernst müssen wir Corona nehmen?
    Dass der Corona-Virus einen tödlichen Krankheitsverlauf nehmen kann, ist inzwischen unumstritten. Das gilt aber genauso für bisher „unbeachtete“ Krankheiten wie die Grippe.
    Fakt ist, dass die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zunimmt. Besonders gefährdet sind daher ältere Personen (ab 50/60 Jahren), Raucher und Personen mit schweren Vorerkrankungen und einem schwachen Immunsystem. Alle Fragen und Antworten hierzu findet Ihr auf den Infoseiten des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg (https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html).Was bedeutet das nun für Eure Hochzeitsfeier? Im Endefekt nichts anderes als dass kranke und schwache (ältere) Gäste zu ihrer eigenen Sicherheit lieber dem Fest fernbleiben sollten. Und wenn man mal ehrlich ist: Kranke Gäste sollten schon immer lieber im Bett bleiben als auf einer Hochzeitsfeier die Puppen tanzen zu lassen, oder?Was die Omi und den Opi angeht…das ist natürlich sehr traurig und hart! Andererseits gibt es ja dank unseren neuen, digitalen Medien auch solche Möglichkeiten wie Live-Streams oder Aufzeichnungen, die man den Senioren zeigen könnte. Ist zwar nicht dasselbe, aber immerhin ein kleines Trostpflaster!?!
  4. Infektionsschutz – wie schütze ich mich und meine Gäste vor Corona?
    Wenn nun also das Hochzeitsfest stattfindet und alle gesund und munter zu Eurer Hochzeit kommen, dann gibt es nur noch eins zu beachten: haltet Euch an gewisse Hygieneregeln und vermeidet zu engen, zwischenmenschlichen Kontakt.Vielleicht wäre es besser, nicht zu viele Stehblues-Lieder zu spielen, die Gäste mit etwas mehr Abstand an den Tischen zu platzieren und die Gratulations-Schlange dieses Mal ausfallen zu lassen.
    Natürlich wird es die ein oder andere Umarmung geben (denn das ist einfach menschlich und gehört zu unseren Grundbedürfnissen an so einem Tag), aber wenn alle gesund sind und sich an die gängigen Hygieneregeln halten, sollte auch das kein Problem sein.Ein weiterer Tipp wäre es, das Buffet durch ein Menü zu ersetzen und gerade kleine Kinder dieses Mal besonders gut im Auge zu behalten.Die wichtigsten Hygienetipps seht Ihr auf dieser Grafik der BZgA:
    Hygienetipps Corona-Virus auf Hochzeiten
  5. Rücktrittsrechte bei Locations und Dienstleistern
    Solltet Ihr immer noch verunsichert sein, was die Durchführung eurer Hochzeit angeht, dann empfehle ich Euch: Sprecht so früh wie möglich mit den Dienstleistern!Bisher gibt es noch keine eindeutige Regelung, was die gesetzlichen Rücktrittsrechte und -pflichten bei Absagen von privaten Veranstaltungen aufgrund „Corona-Angst“ angeht.
    Oft sind Stornierungsfristen und Rücktrittsrechte vertraglich geregelt – sofern Ihr einen Vertrag mit euren Dienstleistern abgeschlossen habt. Auch das Thema „höhere Gewalt“ wird in den Verträgen meistens erwähnt.Jetzt gilt es nur noch zu klären, ob das Hochzeitsfest tatsächlich aufgrund „höherer Gewalt“ ausfallen muss, weil z.B. die komplette Service-Mannschaft der Location unter Quarantäne gestellt worden ist ODER ob Ihr euer Fest „nur“ vorsorglich absagen werdet. Denn dann greift das vorher genannte  Argument leider nicht.Deshalb nochmal mein Ratschlag: Sprecht mit euren Dienstleistern über eure Sorgen und Ängste und überlegt gemeinsam, wie Ihr mit der Situation umgehen möchtet.

    Ich bin mir sicher, dass Ihr zusammen eine Lösung finden werdet, denn wir alle sitzen zurzeit im gleichen Boot und sind auf Menschlichkeit und Kompromisse angewiesen, die für alle eine befriedigende Lösung schaffen!

 

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Susi Gamber, freie Traurednerin

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Ich bin Susanne Gamber und mit Herz und Seele freie Traurednerin. Mehr über mich als freie Traurednerin erfährst du unter freie-traurednerin.de

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